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Mittwoch, 15. August 2012

Im Sattel <b>hoch</b> hinaus

In rasantem Galopp geht es zuerst über einige Holzstämme und weitere hölzerne Hindernisse, dann kommen die beiden zur Wellenbahn: Jenny William und der Wallach Monello sind bereits ein eingespieltes Team, wenn es um das Meistern von Sprüngen und anderen Herausforderungen geht. Auch wenn sich der junge Wallach auf dem Reitplatz des RV Bietigheim-Bissingen zunächst manchmal verweigert, bleibt Jenny William hart. Erst wird der Sprung langsam angegangen, später klappt das dann auch in vollem Galopp. Wichtig sind dabei die richtige Beinhaltung der Reiterin und die korrekte Zügellänge. Reitlehrerin Alexandra Rapp beobachtet die beiden genau und gibt Tipps.

Doch natürlich legen die Reiter nicht gleich mit solch anspruchsvollen Sprüngen los. Begonnen wird jede Reitstunde stets mit dem Lösen der Pferde - das heißt, das Pferd wird warm geritten und soll die Muskeln entspannen. Nach dieser Aufwärmphase legen Reiter und Pferd dann mit kleinen Sprüngen los und steigern sich langsam.

Seit fünf Jahren reitet die Schülerin Jenny William nun schon beim Reiterverein Bietigheim-Bissingen im Schulbetrieb. Angefangen mit dem Reiten hat sie aber bereits im Alter von acht Jahren. "Am allerliebsten springe ich oder mache Geländeritte", erzählt die 15-Jährige. Sie geht deshalb sogar zweimal die Woche in den Reitunterricht, mittwochs zum Springen und freitags zur Dressur. Dabei reitet sie fast immer ihren Monello. "Der ist ein wenig faul und muss manchmal in die Gänge gebracht werden", erzählt Mutter Karin William und lacht, "aber das sagt ja schon der Name." Monello bedeutet auf Italienisch nämlich Frechdachs.

Auch Birgit Müller reitet in der Reitstunde mit Jenny. Sie ist zwar noch nicht so lange dabei wie die Schülerin, doch Turnierambitionen hegt sie trotzdem schon. "Wenn es sich anbietet, möchte ich gerne auf Turniere gehen", erzählt sie. Müller machen alle Disziplinen gleichermaßen Spaß, sowohl das Dressur- als auch das Geländereiten. "Ich habe bei Olympia alle Reiterwettkämpfe verfolgt", stellt die Pferdeliebhaberin fest.

Die Möglichkeit, an Turnieren teilzunehmen, wird den Reitschülern des RV Bietigheim-Bissingen ebenfalls geboten. "Ich gehe mit meinem Pferd selbst gerne auf Turnieren, sogar bis zur Klasse L", erzählt Alexandra Rapp, die Reitlehrerin. Sie gibt nicht nur für die Anfänger Longenunterricht, sondern trainiert die fortgeschrittenen Jungen und Mädchen auch im Dressur- und Springreiten. "Mir persönlich macht Springen auch am meisten Spaß", erzählt sie.

Da viele Bietigheimer Reitschüler darauf brennen, selbst bei Wettkämpfen an den Start zu gehen, veranstaltet der Verein jeden April ein Jugendturnier. Bei diesem können alle zeigen, was sie schon gelernt haben. Dort gibt es nicht nur Wettkämpfe in der Dressur bis Klasse M, sondern auch Spring- und Geländeturniere. Eben alles, was dazugehört. Der große Geländetrainingsplatz hat nämlich nicht nur einige Sprünge in unterschiedlichen Schwierigkeiten zu bieten, sondern sogar auch einen Wassergraben - eine besondere Herausforderung für Pferd und Reiter.


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