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Donnerstag, 29. März 2012

Hausen hilft den Brandopfern

Hausen i. K.  Solidarisch zeigten sich die Hausener mit der Familie Strohmaier, die beim Brand im Februar ihr Zuhause verloren hat. Eine 1500-Euro-Spende ?bergaben Ortsvorsteher Kammerer und Ortschaftsrat Staiger.

"Der Ort h?lt zusammen. Darauf bin ich stolz", kommentierte Ortsvorsteher Andreas Kammerer die Spenden?bergabe am Freitagabend, bei der auch Ortschaftsrat Erwin Staiger zugegen war. "Wir nehmen die Hilfe dankbar entgegen", kommentierte Rafael Strohmaier. "Der R?ckhalt gibt Kraft", sagte auch seine Frau Helen. Eine unglaubliche Hilfswelle war in den vergangenen Wochen losgetreten worden - in Hausen sowie in ganz Deutschland.

Es war der 23. Februar 2012. Dieses Datum werden die Strohmaiers wohl nicht so schnell vergessen. Helen Strohmaier sa? ?ber ihren B?chern im Wohnzimmer, da sie gerade eine Ausbildung macht, und wollte, einem Instinkt folgend, nach ihren drei Kindern sehen, ob sie friedlich schlafen. Doch als sie um 20.55 Uhr die T?r zum ersten Kinderzimmer ?ffnete, stand das Bett des siebenj?hrigen Jannis schon in Flammen. Der Sohn hatte wohl mit Streichh?lzern gez?ndelt, war dann auf dem Sofa in seinem Zimmer eingeschlafen und wurde durch die pl?tzliche Hitze wieder wach.

Da Jannis sich nicht traute, seine Mutter zu Hilfe zu holen, versuchte er, mit einer Sprudelflasche den Brand zu l?schen - vergebens. Helen Strohmaier holte sofort den Feuerl?scher aus ihrem Schlafzimmer. Doch auch sie konnte die Flammen nicht ersticken. In Windeseile alarmierte sie die Feuerwehr. Der Alarm ging nur drei Minuten nach Entdecken des Feuers bei den Helfern ein. Auf schnellstem Weg brachte die besorgte Mutter ihre drei S?hne ins Freie und setzte sie ins Auto. In letzter Minute konnte sie auch noch Hund "Hexe" und die beiden Katzen retten. Die Tiere wollten partout das Heim nicht verlassen.

Schon war der Nachbar mit einem Feuerl?scher zur Stelle. Ihn hielt Helen Strohmaier genauso zur?ck wie ihren Mann, der mittlerweile zu Hause eingetroffen war und ebenfalls ins Geb?ude wollte. Als in diesem Moment die Scheiben im Dachgeschoss zerbarsten und eine vier Meter hohe Flamme aus dem Fenster schoss, erkannte auch der Familienvater, dass es keinen Sinn macht. Inzwischen war die Feuerwehr vor Ort und begann mit der Brandbek?mpfung. Eine Nachbarin hatte Marvin (acht Jahre), Jannis und den dreij?hrigen Kiyan derweil zu sich nach Hause geholt.

Und die Hilfsangebote von Nachbarn, Freunden, Bekannten und sogar Fremden sollten von da an weitergehen. Das Haus ist f?r Monate nicht bewohnbar. Die Sachverst?ndigen, die mit ihren Gutachten aufgrund von Urlaubszeiten erst einmal f?r zeitliche Verz?gerungen sorgten, erkl?rten der vom Schicksal gebeutelten Familie, dass das Haus innen komplett entkernt werden m?sse, das Dach abgedeckt, die B?den, Decken, Isolierungen, elektrischen Leitungen - alles muss entfernt werden. Das kommt einer Generalsanierung, etwa sechs Monaten Bauzeit und einer gewaltigen finanziellen Belastung gleich. Denn bei einem Wiederaufbau m?ssen neueste energetische Bestimmungen eingehalten werden, welche die Gebr?udebrandversicherung nicht ?bernimmt.

Eine Wohnung f?r die Zeit des Wiederaufbaus haben die Stroh-maiers auf dem benachbarten Bauernhof Riehle gefunden. Und aus ganz Deutschland sind Hilfslieferungen eingetroffen. Der Aufruf ?ber Facebook hat dies bewirkt. Sogar aus ?sterreich ist eine Lieferung angek?ndigt, die ?ber das dortige Rote Kreuz abgewickelt wird. Pakete kamen aus Hamburg, aus Niederbayern und aus der Schweiz. Ein komplettes Kinderzimmer lagert bei Freunden auf dem Scheunenboden. Rafael und Helen Strohmaier sind ?berw?ltigt und dankbar.

Die 1500 Euro, die die Hausener gespendet haben, werden zum Teil f?r neue Schuhe f?r die beiden j?ngsten Kinder verwendet, da diese mit einer Fu?fehlstellung zur Welt kamen und deshalb besonderes Schuhwerk ben?tigen. Das restliche Geld wird einen willkommenen Anteil an den Sanierungskosten bilden. Die Familie blickt nach vorn. Der dreij?hrige Kiyan hat seine Mutter getr?stet: "Mama, nicht weinen, ich baue dir das Haus wieder auf."



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