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Sonntag, 26. Februar 2012

Papa Staat im <b>Kinderzimmer</b>

Das hat sich eine Gruppe junger Unions-Abgeordneter fein ausgedacht: Man brumme den „Kinderlosen“ eine Sondersteuer auf, wie man sonst Schwarzfahrer oder Hundehalter zur Kasse bittet. Schon geht es dem armen Papa Staat besser.

Dann h?tten alle von Geschrei und vollen Windeln genervte Eltern das gute Gef?hl, dass es doch noch Gerechtigkeit auf Erden gibt. Wenn fidele Singles mehr vom Leben haben und Paare ohne Anhang von einem Urlaub in den n?chsten stolpern, dann werden sie wenigstens finanziell gezwiebelt. Ein Solidarit?ts-Beitrag II f?r alle Egoisten. Na prima.

Dem Vernehmen nach wird dieser bl?hende Unsinn nie kommen. Offenbar ist die Fantasie mit einigen Abgeordneten durchgegangen, die schon um ihre Rente zittern. Die Sache steht doch so: Der Staat sollte sich aus dem Intimleben seiner B?rger heraushalten. Nachwuchs ist eine klassisch private Angelegenheit, die man nicht nur an der Elle von Demografie und Rentenfaktor messen kann. Menschen ohne Spr?sslinge stehen genauso in der Verantwortung. Sie bezahlen ?berproportional Steuer und leisten manche ?berstunde. Oder sie arbeiten f?r die kinderbesitzenden Kollegen mit – nat?rlich freudig. Diese relative Balance sollte man nicht st?ren, auch nicht die jungwilden V?ter der Familienparteien CDU und CSU. ?brigens: Auch Menschen ohne Anhang m?ssen keine Kinderhasser sein. Sie beschenken daf?r Nichten und Neffen reichhaltig – auch das ist eine Form des Sozialausgleichs. Aber freiwillig bitte, ohne Papa Staat.


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